Better IT. Better Processes. Better Business.

Bild von Michael und Diane Weidner auf unsplash

Nachdem zum 1.6.2022 die Prozesse des Redispatch 2.0 hätten produktiv gehen sollen, ist noch kein Ende der langen Reise in Sicht. Teils weil es derzeit andere gewichtige geopolitische Probleme in der deutschen Energieversorgung (namentlich Gas Importkrise) zu lösen gibt, teils aber auch, weil das Vertrauen in die Stabilität der Prozessumsetzungen (der Netzbetreiber) sowie die Transparenz der Anforderungen (an die Anlagenbetreiber der Einspeiseanlagen) immer noch nicht so sind, dass eine Umsetzung ohne erhebliche Risiken verantwortbar wäre. Allerdings wird jetzt von vielen Netzbetreibern der Druck auf die Anlagenbetreiber immer größer, den Verpflichtungen nachzukommen.

 

Nachdem die Bundesnetzagentur in ihrer Mitteilung 9 zum Redispatch 2.0 mitgeteilt hat, dass die abgestimmte Übergangslösung zum 31.05. endet, darf gefragt werden, ob alle Prozessteilnehmer des Energiemarkts für die (möglichen) Redispatch 2.0 Prozesse wirklich gerüstet sind.

 

Bild eines Solarparks

 

Mit den noch in Konsultation befindlichen Beschlüssen BK6-20-060 und BK6-20-061 sowie den bereits beschlossenen Anpassungen der MaBiS (BK6-20-059) werden Stromnetzbetreiber, aber auch Betreiber von EEG-Anlagen (zumindest ab 100 kW Anschlussleistung) vor neue prozessuale Herausforderungen gestellt, die zum 1.10.2021 zu erfüllen sind. Dass dies vor dem Hintergrund der in diesem Jahr (2020) bereits durch die Übertragungsnetzbetreiber erfolgten zahlreichen Eingriffe in die Netzstabilität notwendig ist, steht außerfrage. Trotzdem sind  Daten und Prozesse, die in diesem Modell auszutauschen sind, sehr umfänglich und in vielen Teilen nur mit großem Aufwand bereitstell- und verarbeitbar.

Photo by Ian Cylkowski on Unsplash

 

Kurz vor Weihnachten 2020 hat die Bundesnetzagentur im Beschluss BK6-20-160 noch einige äußerst bedeutsame Anpassungen an den Netzzugangsbedingungen beschlossen. Der Beschluss ist nicht etwa vom Umfang besonders beeindruckend, liest man aber die Begründungen der Anpassungen, so wird klar, dass es aufgrund der Vorgaben der EU bis 2026 Ernst wird mit der kurzfristigen Umsetzung des Lieferantenwechsels Strom (innerhalb von 24 Stunden) und damit wohl endlich auch dem Asynchronmodell der Energiemengenbilanzierung der Garaus gemacht wird, und dass bislang vor dem Hintergrund der Mako 2020 zurückgestellte Prozessoptimierungen angegangen worden sind.


Für die Energieversorgungsunternehmen sind aufgrund der jetzigen Corona-Krise derzeit nicht nur der Umgang mit den privaten Erlebnissen und Erfahrungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die verfügten Kontakteinschränkungen eine gigantische Herausforderung. Auch die jetzt kurzfristig anzupassenden Beschaffungs- und Absatzprognosen stellen eine anspruchsvolle Aufgabe für Netzbetreiber, Energielieferanten und Bilanzkreisverantwortliche dar.

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